Patienten via Facebook gewinnen

Wie Sie die richtigen Patienten via Facebook finden

Facebook, Twitter, Instagram & Co. verändern das Online-Marketing. Denn: Mit den sozialen Netzwerken sind Sie ganz nah dran an potentiellen Neupatienten. Sie gezielt anzusprechen, ist zwar nicht ganz einfach, lohnt sich aber. Vor allem Facebook wird genutzt, um sich mit Freunden auszutauschen. Deshalb sollten Ihre Beiträge authentisch und Ihre Werbung nicht zu aufdringlich sein. Ein gutes Gespür für Ihre Patientengruppen und Ausdauer führen eher zum Erfolg als marktschreierische Werbung.

Die Basis für Ihren Social-Media-Erfolg …

… ist die Einrichtung der erforderlichen Profile. Zudem sollten Sie sich überlegen, mit welchen Inhalten Sie punkten wollen. Die Erstellung eines Redaktionsplans hilft Ihnen dabei. Gerade auf Facebook wird es immer schwieriger, mit guten Inhalten im Newsfeed angezeigt zu werden. Und bedenken Sie: Eine neue Fanpage kennt noch niemand. Sie müssen für Ihre Seite erst einmal werben. Doch selbst wenn Sie Ihre Facebook-Freunde und Patienten bitten, Ihre Seite zu liken, haben Sie damit noch keine neuen Patienten angesprochen.

Wo sind meine Wunschpatienten und wie erreiche ich Sie?

Facebook und Patientengewinnung? Das geht! Denn Facebook kennt seine Nutzer bis ins kleinste Detail. So kennt Facebook nicht nur ihr Alter, ihr Geschlecht oder ihren Wohnort. Auch beispielsweise zu den Hobbies, dem Musikgeschmack, der beruflichen Qualifikation oder zum Job hat Facebook oft Daten.

Diese Datensammlung wird immer wieder stark kritisiert. Aber: Für Sie als Werbetreibender hat sie viele Vorteile. Dank der umfassenden Daten ist es möglich, Werbebeiträge präzise an die passende Zielgruppe auszuspielen. Und das zu relativ geringen Kosten. Genau hier liegt Ihre Chance. Wenn Sie es schaffen, die richtigen Personen mit den richtigen Inhalten anzusprechen, kann Facebook ein wichtiger Kanal zur Neupatientengewinnung sein.

Wunschpatienten kennen und definieren

Bevor Sie allerdings mit Facebook Ads starten, müssen Sie sich erst einmal darüber im Klaren sein, wen Sie mit welcher Leistung ansprechen wollen. Bieten Sie zum Beispiel Selbstzahlerleistungen an, macht es Sinn, Privatpatienten anzusprechen oder auch gesetzlich Versicherte, die für bestimmte Leistungen selbst aufkommen würden.

Ein Beispiel

Um mit Facebook-Anzeigen erfolgreich zu sein, ist einiges an Know-how nötig. Facebook nutzt nämlich nicht nur innerhalb seines Newsfeeds einen speziellen Algorithmus, sondern auch bei seinen Werbeplatzierungen.

Der Hintergrund: Facebook möchte seinen Nutzern immer die für die jeweilige Person relevanteste Anzeige einspielen. Dadurch ergibt sich eine Win-Win-Situation für Werbetreibende und User. In den Timelines vermischen sich relevante Anzeigen mit relevantem Content.

Privatpatienten können Sie auf Facebook relativ leicht ansprechen. Dazu müssen Sie nur überlegen, wer denn sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit privat versichert ist. Das sind zum einen Beamte und Pensionäre. Zum anderen oftmals Selbstständige und Menschen mit einem relativ hohen Einkommen.

Genau diesen Personenkreis können Sie auf Facebook über Zielgruppeneinstellungen im Vorfeld festlegen. Wenn Sie nun zum Beispiel gut verdienende Männer zwischen 35 und 55 Jahren ansprechen wollen, dann können Sie neben dem Geschlecht und Alter als Berufsgruppe „Selbstständige, Geschäftsführer“ auswählen. Weitere Kriterien, wie spezielle Hobbies und Interessen, können Sie zusätzlich angeben. Je mehr Sie über Ihre Wunschpatienten wissen, desto gezielter ist die Ansprache auf Facebook.

Manchmal reicht es nicht, das Alter, das Geschlecht und den Beruf der Zielgruppe zu kennen. Sie müssen sich selbst klar positionieren und Ihre Wunschgruppen womöglich viel spezifischer definieren. Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihre Zielgruppe mit Ihren speziellen Interessen ganz genau kennen.

2 Möglichkeiten, die Interessen und Wünsche Ihrer Patienten herauszufinden

Patienten-Personas

Eine gängige Methode ist, individuelle Personas zu erstellen. Mithilfe von Personas geben Sie Ihrer Wunschpatientengruppe ein Gesicht – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am Ende des Prozesses sollten Sie nämlich ein ganz genaues Bild einer bestimmen Person vor sich sehen.

Wie Sie Patienten-Personas entwickeln, lesen Sie beispielsweise hier. Viel einfacher ist es für Sie aber, sich professionelle Hilfe von Marketingexperten zu holen. Damit sparen Sie wertvolle Zeit, die Sie Ihren Patienten widmen können.

Webseitenbesucher tracken

Facebook bietet ein spezielles Tool, um Nutzer zu analysieren. Das sogenannte Facebook-Pixel ist ein Javascript-Code, der in den Head-Bereich der Webseite eingebaut werden kann. So erfährt Facebook (natürlich verschlüsselt), wer Ihre Seite besucht hat und kann daraufhin „Zwillingszielgruppen“ erstellen. Und genau diesen Zwillingsgruppen werden dann Ihre Facebook-Anzeigen ausgespielt. Das klingt verlockend, oder?

Datenschutzrechtlich müssen Sie beim Einsatz dieses Facebook-Pixels allerdings einiges beachten. Datenschutzkonform können Sie es nur einsetzen, wenn Sie vorab die Einwilligung der Webseitenbesucher einholen und einen entsprechenden Passus in der Datenschutzerklärung auf Ihrer Webseite einbinden. Mehr zum Thema Facebook-Pixel und Datenschutz finden Sie beispielsweise bei eRecht24.

Fazit
Facebook bietet auch für Ärzte und Zahnärzte ein riesiges Potential. Diese Chance sollten Sie sich nicht entgehen lassen und zumindest darüber nachdenken, diesen Kanal zur Patientengewinnung zu nutzen!